Automatische Updates vs. manuelle Updates WordPress – 6 Gründe gegen Raidboxes und Co.

Automatische Updates sind vielversprechend: Sie sparen Zeit und Mühe und sorgen dafür, dass stets die neueste Version verwendet wird. Dadurch kommen WordPress Nutzer in den Genuss neuester Funktionen und Sicherheitsvorkehrungen, ohne einen Finger krümmen zu müssen. Der Hosting-Service Raidboxes bietet neben anderen Dienstleistungen automatische Updates an. Klingt gut – aber ist es das auch? Und welche Vorteile bieten manuelle Updates eigentlich?

WordPress Updates - automatisch oder manuell?
WordPress Updates – automatisch oder manuell?

Welche Vorteile bieten automatische WordPress-Updates?

Das Leben ist schwer genug. Im Arbeitsalltag erwarten Dich endlose To-Do-Listen, die Deine Energie in Anspruch nehmen und abgearbeitet werden möchten. Jede noch so kleine Zeitersparnis ist deshalb willkommen. Automatisierte Abläufe sparen Dir nicht nur die Handgriffe, die dafür notwendig wären. Sie sorgen auch dafür, dass Dein Kopf freier wird und Du eine Aufgabe weniger im Hinterkopf behalten musst.

Hinzu kommt, dass Du Updates nicht auf die lange Bank schieben solltest. Hierdurch können Sicherheitslücken entstehen, weshalb veraltete Versionen eine Gefahr für Deine Website darstellen. Aktualisierungen von Plugins und Themes sollten deshalb einen hohen Stellenwert für jeden Betreiber einer WordPress-Website haben. In der Realität ist das aber nicht immer der Fall: Im Trubel des Alltags gehen Updates schnell unter oder werden auf die lange Bank geschoben. Hacker schlafen aber nicht und nutzen die so entstehenden Sicherheitslücken gerne aus.

Schließlich entfällt auch der eigene Personalaufwand für manuelle Updates. Die regelmäßige und zeitnahe Pflege des WordPress-Accounts kann auf Dauer viel Zeit in Anspruch nehmen. Wer hierfür eigens Personal einstellt, treibt aber auch die Kosten in seinem Unternehmen in die Höhe. Dies entfällt bei der Auslagerung an Services wie Raidboxes.

Welche Nachteile haben automatische WordPress-Updates?

Automatische Updates erfolgen zeitnah nach der Veröffentlichung, also zum Beispiel auch nachts oder am Wochenende. Dabei kann es passieren, dass die neue Version Probleme verursacht. Das bemerkst Du dann aber zum Teil erst Tage oder sogar Wochen später. In der Zwischenzeit können sie die Nutzerfreundlichkeit Deiner Website bereits massiv beeinträchtigt oder sogar ganz verhindert haben, dass Besucher darauf zugreifen können.

Warst Du zum Beispiel für längere Zeit im Urlaub, können bereits mehrere Updates durchgeführt worden sein. Kommst Du zurück und bemerkst, dass Deine Website nicht wie sonst läuft, geht die Suche los: Wo liegt das Problem? Welches Plugin oder Theme ist für den Fehler verantwortlich? Im Zweifel musst Du nun mühsam jedes Programm von Hand deaktivieren und sehen, ob sich etwas ändert. Dafür kann weitaus mehr Zeit draufgehen als für regelmäßige manuelle Updates.

Noch schwieriger wird es, wenn ein Teil Deiner Theme- oder Plugin-Codes manuell geändert wurden. Ein automatisches WordPress-Update kann nun das Zusammenspiel beeinflussen und so dafür sorgen, dass Deine Website nicht mehr wie gewünscht läuft.

Welche Vorteile haben manuelle Updates?

Services wie Raidboxes sparen den Betreibern von WordPress-Websites augenscheinlich viel Zeit. Sie übernehmen die Updates und automatisieren sie. Aber was genau bedeutet das?

Raidboxes verwendet selbst oftmals die WordPress-Funktion für Auto-Updates. Alternativ dazu loggen sich Mitarbeiter des Unternehmens in den jeweiligen WordPress-Account ein und klicken auf den Update-Button. Beides könnten die Betreiber ohne Probleme selbst übernehmen – schließlich handelt es sich dabei nur um wenige Klicks, die kaum Zeit in Anspruch nehmen.

In manuelle Updates fließt eine Menge Entwicklerarbeit
In manuelle Updates fließt eine Menge Entwicklerarbeit

Alle Plugins und Themes werden erneuert

In manuelle Updates fließt hingegen mehr Energie und ein hohes Maß an Entwicklerarbeit. Das zahlt sich aber in vielen Fällen aus: Schließlich können nicht alle Programme automatisch aktualisiert werden. Verlässt Du Dich aber als Betreiber einer WordPress-Website auf darauf, dass Dir dieser Aspekt ganz abgenommen wird, bleiben einige Programme auf einem veralteten Stand und können erhebliche Sicherheitslücken verursachen.

Das fehlerfreie Funktionieren wird überprüft

Lässt Du manuelle Updates durchführen, musst Du Dich nicht blind darauf verlassen, dass das automatische Update schon fehlerfrei funktionieren wird. Das ist nämlich oftmals nicht der Fall: Neue Versionen werden zwar in der Regel vor ihrer Veröffentlichung getestet. Die dahinterstehenden Entwickler sind aber auch nur Menschen. Auch ihnen können Fehler unterlaufen. Selbst dann, wenn die Tests einwandfrei verlaufen, heißt das nicht, dass in der Praxis nicht doch unerwartete Probleme auftauchen. Sie können durch eine Vielzahl von Faktoren verursacht werden und treten deshalb oft erst dann auf, wenn die neuen Versionen auf verschiedenen Geräten und im Zusammenspiel mit anderen Plugins und Themes eingesetzt werden.

Selbst gewissenhafte Tests können deshalb letztlich nicht garantieren, dass eine neue Version auf Deiner WordPress-Website reibungslos läuft. Lässt Du Deine Plugins und Themes manuell updaten, wird aber genau das überprüft. Das Zusammenspiel der neuen Version mit anderen Programmen wird unter die Lupe genommen, sodass sichergestellt werden kann, dass Deine Website wie gewünscht reagiert. Auf diese Weise erlebst Du nach einem automatischen Update keine bösen Überraschungen und kannst die neuen Vorzüge wie Sicherheitsstandards und weiterentwickelte Funktionen gefahrlos genießen.

Manuelle Updates werden zu der gewünschten Zeit durchgeführt

Während automatischer Updates kannst Du Deine WordPress-Website oft nicht oder nur eingeschränkt nutzen. Dabei weißt Du nicht, wie lange die Fertigstellung des Updates braucht und ob danach überhaupt alles so läuft, wie gewünscht. Je nachdem, wie eng Dein Zeitplan ist, kann sich das stark auf die Abläufe in Deinem Unternehmen auswirken.

Manuelle Updates werden hingegen dann durchgeführt, wenn Du das möchtest. Du behältst also die Kontrolle und musst Deine Agenda nicht nach automatischen Neuerungen richten – sie richten sich nach Dir.

Manuelle WordPress Updates Vorteile
Manuelle WordPress Updates geben Dir mehr Kontrolle

Automatische Updates oder manuelle Updates für WordPress – wie sieht die Lösung aus?

Automatische Updates können als eine Art Schmalspur-Lösung bezeichnet werden. Dir wird zwar augenscheinlich Arbeit abgenommen, sodass Du Ressourcen sparen kannst. Sie können aber Fehler im System verursachen und dazu führen, dass sich Deine Website in einem schlechteren Zustand befindet als zuvor. Nun musst Du doch Zeit, Energie und oft finanzielle Mittel investieren, um allein wieder den alten Zustand zu erreichen. Das ist nervenaufreibend und erfordert oft mehr Ressourcen als manuelle Updates.

Hast Du einen kleinen Blog, den Du nicht für kommerzielle Zwecke nutzen möchtest, können automatische Updates trotzdem eine gute Lösung für Dich sein. Betreibst Du Deine Website nur hobbymäßig, kommt es schließlich in der Regel nicht darauf an, ob sie für eine gewisse Zeit ausfällt. In dem Fall können automatische Updates eine tatsächliche Entlastung darstellen und verhindern, dass Du andauernd viel Zeit in die Wartung Deiner Website investieren musst.

Das Gleiche gilt, wenn Du nur wenige Plugins verwendest, die aus einer vertrauenswürdigen Quelle stammen. Je weniger Programme auf Deine Website zugreifen und miteinander agieren, desto geringer ist die Chance, dass Fehlfunktionen entstehen oder sich Plugins gegenseitig behindern. Nutzt Du aber viele verschiedene Plugins und kannst die dahinterstehenden Entwickler nicht genau einschätzen, ist Vorsicht geboten. Mit der Zahl steigen auch die Wechselwirkungen und damit die Komplexität der Abläufe. Ebenso weitreichend können auch die Folgen von fehlerhaften Funktionen sein.

Im Endeffekt bedeutet das: Sehr einfache und kleine, nicht kommerzielle Websites können durchaus von automatischen Updates profitieren. Möchtest Du aber mit Deiner WordPress-Website Geld verdienen oder steht dahinter gar ein ganzes Unternehmen oder ein Onlineshop, sind manuelle Updates die bessere Wahl. Auch sie kannst Du von entsprechenden Experten durchführen lassen, wodurch Du selbst keine Zeit investieren musst. Für uns von HTML-Held ist ein manuelles Update zum Beispiel erst dann beendet, wenn wir sichergestellt haben, dass seine Funktionen auch auf Deiner Website so laufen, wie gewünscht. Das heißt, dass wir nach jedem Update auch eine manuelle Kontrolle durchführen, um etwaige Fehlfunktionen frühzeitig zu erkennen.

Auch dann, wenn Du mit der Sicherheit Deiner WordPress-Website in der Vergangenheit Probleme hattest, solltest Du nicht einfach auf automatische Updates vertrauen. Einige Programme werden nicht automatisch aktualisiert und können der Grund für Sicherheitslücken sein. Wurde Deine Homepage bereits ein Opfer von Hackern, Viren oder Malware, solltest Du nun auf manuelle Updates setzen. So stellst Du sicher, dass wirklich alle Plugins und Themes regelmäßig erneuert werden und erhöhst die Sicherheit Deiner Website.

Das Formular wurde erfolgreich versendet!

[booked-calendar calendar="8"]