Website Traffic – 2 Tools für hohe Klickzahlen

Website Traffic ist das Ziel nahezu jeden Betreibers. Ist Deine Website auf hohe Klickzahlen vorbereitet?

Nahezu alle Websites sollen möglichst viel Traffic erhalten. Er kurbelt die Verkaufszahlen an, steigert die Bekanntheit der Marke und bringt Ad Revenue ein. Steigen die Klickzahlen aber mit einem Mal signifikant an, fragen sich viele Betreiber: Ist meine Website dem überhaupt gewachsen? Hier erfährst Du, wie Du Deine Seite auf hohe Klickzahlen vorbereitest und mit einem plötzlichen Anstieg im Website Traffic umgehst.

Website Traffic – was ist damit überhaupt gemeint?

Die Bezeichnung “Website Traffic” wird gerne genutzt, um die Besucher einer Website bzw. ihre Klickzahlen darzustellen. Tatsächlich muss hier aber unterschieden werden: Besucht eine Person eine Website, schaut sie sich durchaus mehrere Unterseiten an. Das bedeutet, dass auf einen Besucher eine Vielzahl von Klicks kommen können.

Grundsätzlich gilt für beide Werte natürlich: Je mehr, desto besser. Bleiben die meisten Deiner Besucher aber nur auf einer Seite und verlassen sie auch schnell wieder, kann das Zeichen sein, dass Verbesserungsbedarf besteht. Deine Nutzer finden unter Umständen nicht das, wonach sie suchen. Auch Google registriert ungewöhnlich kurze Aufenthalte als negativ und verringert infolgedessen Deine Positionierung in den Suchergebnissen. Wichtig für den Erfolg Deiner Website ist also nicht nur die Zahl der Besucher und der Klicks, sondern auch ihr Verhältnis zueinander.

Hoher Website Traffic – Caching für eine einwandfreie Performance

Egal, ob Du 100.000 Klicks pro Minute erhältst oder 100 Klicks im Monat: Ein gutes Caching-Programm ist unentbehrlich. Mit dem “Cache” ist ein virtueller Zwischenspeicher gemeint, in dem Daten hinterlegt werden, die wiederholt abgerufen werden. Dies verhindert, dass die gesamte Website mit all ihren Daten bei jedem Klick von Grund auf neu geladen werden muss.

Caching ist heute wichtiger geworden als je zuvor. Websites werden immer komplexer und müssen immer größere Datenmengen laden, sobald ein Klick erfolgt. Dies kann schnell die Ladezeiten vervielfachen, weshalb Besucher lange darauf warten müssen, die gewünschten Inhalte zu sehen. Das kann dazu führen, dass sie wieder abspringen und lieber eine andere Website aufrufen. Lange Ladezeiten führen dazu, dass Google die betroffene Website in seinem Ranking herabstuft, woraufhin sie noch weniger Klicks erhält – ein Teufelskreislauf entsteht.

Caching erhöht die Ladegeschwindigkeit Deiner Website
Caching erhöht die Ladegeschwindigkeit Deiner Website

Der im Rahmen des Caching verwendete Zwischenspeicher sorgt dafür, dass eine Vielzahl regelmäßig abgerufener Daten sofort verfügbar ist. So verkürzt das System die Ladezeiten signifikant und kann auch auf komplexen Websites mit vielen Inhalten dafür sorgen, dass die Besucher möglichst schnell auf die Texte, Bilder und Videos zugreifen können.

Nutzt Du WordPress für Deine Website, kannst Du mit Hilfe von verschiedenen Plugins ein Caching-System für Deine Website bereitstellen. In nur wenigen Klicks kannst Du das gewünschte Programm installieren und aktivieren. Nun kannst Du es noch einrichten, um es weiter zu personalisieren und optimal an die Bedürfnisse Deiner Website anzupassen. Das Caching-Plugin verbessert nicht nur die Ladezeiten Deiner Website, sondern steigert auch ihre Suchmaschinenfreundlichkeit und ihre Attraktivität für Besucher. Die Belastung des Servers sinkt und auch die Datenbankabfragen werden effektiv reduziert. Die Nutzerfreundlichkeit wird gesteigert und lädt User dazu ein, länger auf Deiner Website zu verweilen und mehrere Unterseiten aufzurufen.

Performance-Steigerung bei dynamischen Anfragen? Die Grenzen des Cachings

Caching ist also eine hervorragende Lösung für Websites, auf der viele statische Anfragen wiederholt die gleichen Inhalte abrufen. Aber wie sieht das Ganze bei dynamischen Anfragen aus?

Zu dynamischen Anfragen zählen zum Beispiel Seiten mit Produkten oder Kontaktformulare. Hat Deine Website einen Warenkorb bzw. eine Checkout-Seite, wird auch sie nicht statisch geladen. Ein Caching ist hier nicht möglich, da mit jeder Interaktion Informationen beeinflusst und verändert werden können. Im Kontaktformular geben die Besucher Deiner Website zum Beispiel ihre persönlichen Daten an. Sie können und dürfen nicht geladen werden, um sie dem nächsten User anzuzeigen. Auch dann, wenn zwei Nutzer das gleiche Produkt in den Einkaufswagen legen, wäre ein Caching fatal. Etwaige Rabattaktionen oder Aktionscodes können den Preis im Einkaufswagen beeinflussen. Wird er aber aufgrund des Cachings nicht verändert, schränkt dies die Funktionsweise Deiner Website ein.

Caching stößt deshalb dort an seine Grenzen, wo hauptsächlich dynamische Inhalte geladen werden. Das ist vornehmlich bei Onlineshops der Fall. Nutzt Du also zum Beispiel das Shopsystem WooCommerce für WordPress, kann Caching sogar Fehler verursachen und die einwandfreie Nutzung Deiner Website erschweren. Eine hohe Besucherzahl kann deshalb die Ladezeiten Deines Onlineshops verlangsamen.

Load Balancing für hohe Besucherzahlen

Hat Deine Website hohe Besucherzahlen, die mit Caching allein nicht bestritten werden können, kann Load Balancing eine gute Lösung für Dich sein. Ein Load Balancer weist einer Domain mehrere Server zu und verhindert gleichzeitig, dass es zu Adresskonflikten kommt. Die Verteilung auf mehrere Server entlastet den einzelnen Server, wodurch er selbst eine Vielzahl von Aufrufen besser und schneller verarbeiten kann. Auf diese Weise wirkt Load Balancing einer Überlastung entgegen und verhindert Ausfälle aufgrund von zu vielen Besuchern.

Die Nutzer Deiner Website merken vom Load Balancing nichts. Ihnen wird nicht angezeigt, dass ein anderer Server verwendet wird. Die URL bleibt die gleiche und auch auf der Website selbst ändert sich optisch nichts. Sie profitieren lediglich von schnelleren Ladezeiten, die durch eine höhere Rechenleistung aufgrund der Nutzung mehrerer Server ermöglicht werden.

Ein Load Balancer kann in Form von Software oder von Hardware zum Einsatz kommen. In beiden Fällen bleibt das Verfahren das gleiche: Der Load Balancer leitet die erhaltenen Anfragen an verschiedene Server weiter und teilt sie bestmöglich auf. Dies geschieht mit Hilfe eines DNS-Verfahrens: Das sogenannte Domain Name System wandelt die durch einen Besucher aufgerufene URL in eine IP-Adresse um, die zurück auf den Load Balancer verweist. Er leitet die Anfrage an den Server weiter.

Website Traffic - Serverüberlastung verhindern durch Load Balancing
Website Traffic – Serverüberlastung verhindern durch Load Balancing

Ein Load Balancer ermöglicht trotz hoher Besucherzahlen schnelle Ladezeiten und beugt Serverausfällen vor. Selbst dann, wenn ein Server ausfällt, können andere Server das Problem abfedern und den Abruf der URL ermöglichen. So bemerkt der User idealerweise nicht einmal, dass ein Server ausgefallen ist.

Aber auch ein Load Balancer bereitet im Bereich des E-Commerce Probleme: Legt ein Besucher Deines Onlineshops Produkte in den Einkaufswagen, werden sie dort gesammelt. Möchte der User nun zum Checkout gehen und ruft die entsprechende Unterseite auf, kann es passieren, dass gerade jetzt der verwendete Server ausfällt. Der Load Balancer leitet den Nutzer an einen anderen Server weiter. Hier sind aber die Produkte nicht hinterlegt, die der User in seinen virtuellen Einkaufskorb gelegt hat. Somit blickt er an der Kasse in einen leeren Einkaufskorb und muss von vorne beginnen, seine Produkte zusammenzusuchen.

Selbst ohne Ausfall kann es passieren, dass der Load Balancer die Anfragen eines Nutzers nach dem Zufallsprinzip auf verschiedene Server verteilt. Dem kannst Du entgegenwirken, indem Du einen Befehl einrichtest, dass die Aufrufe der gleichen IP-Adresse immer über einen Server laufen sollen. Auch aus der Anfrage selbst kannst Du eine Session ID herauslesen, um sie im nächsten Schritt einem bestimmten Server zuzuordnen.

Mit hohem Website Traffic umgehen – Fazit

Steigende Besucherzahlen und Aufrufe sind ein gutes Zeichen. Im Regelfall sind sie das, worauf Du als Betreiber einer Website hinarbeitest. Weil sie sich schnell häufen können, solltest Du Deine Homepage bereits frühzeitig darauf vorbereiten und schon dann die entsprechenden Vorkehrungen treffen, wenn Deine Besucherzahlen noch nicht durch die Decke gehen. Auf diese Weise bist Du auf den Ernstfall vorbereitet und enttäuschst Deine Besucher nicht.

Für einfache und komplexe Websites sind Caching Systeme und Load Balancing eine gute Lösung. Die beiden Ansätze verbessern mit unterschiedlichen Methoden die Ladezeiten und halten die Nutzerfreundlichkeit Deiner Website auf einem hohen Level. Die Programme stoßen allerdings dann an ihre Grenzen, wenn es um Onlineshops oder ähnliche dynamische Websites geht. Hier können sie die Nutzung Deiner Homepage negativ beeinflussen und für mehr Probleme sorgen.

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