Website mit WordPress erstellen

Sie wollen Ihre Website selbst mit Word­Press aufbauen. Die Software ist schnell installiert, doch der Weg bis zur fertigen Seite hat viele kleine Entschei­dungen. Hier finden Sie die Schritte in der richtigen Reihenfolge, vom Hosting bis zur Veröf­fent­li­chung, und was danach an Pflege bleibt.

  • Erst planenSeiten, Texte und Bilder vor dem Bauen
  • Acht SchritteVom Hosting bis zum Menü
  • Vor dem Live­gangCheckliste für Technik und Pflicht­seiten
Der Weg zur WebsiteReihenfolge
  • Struktur und InhalteWelche Seiten, welche Texte, welche Bilder. PLANUNG
  • Hosting, Domain, Word­PressInstal­la­tion meist per Klick beim Hoster. TECHNIK
  • Theme, Seiten, MenüHier entsteht die eigent­liche Website. AUFBAU
  • Checkliste vor dem StartHTTPS, Pflicht­seiten, Formular, Mobil­an­sicht. LIVEGANG
  • PflegeUpdates, Backups, Sicherheit, dauer­haft. LAUFEND
Die meiste Zeit kostet nicht die Technik, sondern Texte und Bilder.

Vor dem ersten Klick: planen

Viele Websites bleiben halb fertig, weil die Inhalte fehlen. Klären Sie deshalb vor der Instal­la­tion, was die Website leisten soll. Soll sie Anfragen bringen, Produkte verkaufen oder vor allem infor­mieren? Daraus ergibt sich, welche Seiten Sie brau­chen. Schreiben Sie die Seiten­struktur auf einen Zettel. Für die meisten Unternehmen reichen fünf bis acht Seiten. Sammeln Sie Texte, Logo und Fotos in einem Ordner. Fotos in voller Kameragröße verkleinern Sie vor dem Upload. Entscheiden Sie auch, ob Sie wirklich selbst bauen wollen. WordPress lernen Sie in wenigen Tagen so weit, dass Sie Seiten anlegen und pflegen können. Ein sauberes Design mit guter Ladezeit braucht mehr Übung. Einen Überblick über laufende Posten gibt WordPress-Kosten.

Typische Seiten­strukturUnternehmen
  • StartseiteWer Sie sind, was Sie anbieten, nächster Schritt. PFLICHT
  • LeistungenEine Übersicht oder je Leis­tung eine Seite. KERN
  • Über unsTeam, Geschichte, Refe­renzen. VERTRAUEN
  • KontaktFormular, E-Mail, Anfahrt. PFLICHT
  • Impressum, DatenschutzIm Footer auf jeder Seite verlinkt. RECHTLICH
Ein Blog kann später dazukommen, er ist kein Muss für den Start.

Website erstellen in acht Schritten

Diese Anleitung gilt für eine eigene WordPress-Instal­la­tion von wordpress.org. Alle Menüpunkte finden Sie links im Dashboard unter /wp-admin/.

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    Hosting und Domain wählen

    WordPress braucht einen Server mit PHP, einer MySQL- oder MariaDB-Datenbank und HTTPS. Welche Versionen empfohlen sind, steht auf wordpress.org unter „Requi­re­ments“. Achten Sie außerdem auf tägliche Backups, Support in Ihrer Sprache und einen Server­standort in der EU.

    Die Domain bestellen Sie meist gleich beim Hoster mit. Wählen Sie einen kurzen Namen, den man am Telefon buchstabieren kann.

    Worauf es beim Hosting ankommt
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    WordPress installieren

    Fast alle Hoster bieten eine Instal­la­tion per Klick an. Sie vergeben dabei Benut­zer­name, Passwort und E-Mail-Adresse für den Admi­nis­trator. Nehmen Sie nicht „admin“ als Benut­zer­namen und ein langes, zufälliges Passwort. Wie die Instal­la­tion Schritt für Schritt abläuft, zeigt Word­Press instal­lieren.

    Solange die Website im Aufbau ist, aktivieren Sie unter Einstel­lungen → Lesen Such­ma­schinen davon abraten, diese Website zu inde­xieren. Besucher sehen die halbfertige Seite trotzdem. Soll niemand sie sehen, hilft ein Wartungs- oder Coming-soon-Modus.

    Wartungs­modus einrichten
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    Grundeinstellungen setzen

    Unter Einstel­lungen → Allgemein tragen Sie Website-Titel, Untertitel, Website-Sprache und Zeitzone ein. Hier laden Sie auch das Website-Icon hoch, das im Browser-Tab erscheint.

    Unter Einstel­lungen → Permalinks wählen Sie Beitrags­name. Dann lauten Ihre Adressen etwa /leistungen/ statt einer Zahl oder eines Datums. Legen Sie das fest, bevor Sie Inhalte anlegen.

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    Theme auswählen

    Das Theme bestimmt das Aussehen. Unter Design → Themes → Theme hinzufügen finden Sie kostenlose Themes aus dem Verzeichnis auf wordpress.org. Das mitgelieferte Standard-Theme von WordPress ist ein schlanker Start.

    Block-Themes bearbeiten Sie komplett unter Design → Editor, auch Header und Footer. Klassische Themes nutzen den Customizer und eigene Opti­ons­seiten. Prüfen Sie vor der Wahl, wann das Theme zuletzt aktualisiert wurde.

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    Seiten anlegen

    Unter Seiten → Seite hinzufügen legen Sie jede Seite Ihrer Struktur an. Sie schreiben im Block-Editor: Absätze, Über­schriften, Bilder und Buttons sind jeweils ein Block. Über das Plus oder die Taste / fügen Sie neue Blöcke ein.

    Unter Vorlagen im Block-Menü finden Sie fertige Abschnitte wie Kopf­be­reiche, Leis­tungs­raster oder Kontakt­blöcke. Sie passen Texte und Bilder an und sparen sich das Layout. Wie Sie bestehende Seiten ändern, zeigt Seite bear­beiten.

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    Startseite festlegen

    Neue Instal­la­tionen zeigen auf der Startseite die neuesten Beiträge. Für eine Firmen­web­site stellen Sie unter Einstel­lungen → Lesen bei Ihre Home­page zeigt auf Eine stati­sche Seite um und wählen Ihre Startseite als Homepage.

    Planen Sie einen Blog, legen Sie eine leere Seite „Blog“ an und wählen Sie sie als Beitrags­seite.

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    Menü erstellen

    Bei Block-Themes öffnen Sie Design → Editor → Navigation und fügen die Seiten dem Menü hinzu. Bei klassischen Themes legen Sie das Menü unter Design → Menüs an und weisen es einer Position im Theme zu.

    Halten Sie das Hauptmenü kurz, fünf bis sieben Einträge reichen. Impressum und Datenschutz gehören in den Footer. Details stehen unter Menü erstellen.

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    Kontaktformular und Pflichtseiten

    Ein Formular ist nicht im Core enthalten, dafür brauchen Sie ein Plugin. Wie Sie eines anlegen, das ankommt und nicht von Spam überflutet wird, zeigt Kontakt­for­mular in Word­Press.

    WordPress legt bei der Instal­la­tion einen Entwurf Daten­schutz­er­klä­rung an. Das ist eine Vorlage, kein fertiger Text. Legen Sie Impressum und Daten­schutz­er­klä­rung mit Ihren Angaben an. Dies ist keine Rechts­be­ra­tung.

Block-Editor, Page-Builder oder Baukasten?

WordPress lässt sich auf mehreren Wegen gestalten. Das Werkzeug entscheiden Sie am Anfang, ein späterer Wechsel bedeutet meist Neubau.

Block-Editor

Im Core enthalten, ohne Zusatz­kosten und ohne Abhän­gig­keit von einem Anbieter. Mit einem Block-Theme gestalten Sie auch Header und Footer. Die Lernkurve ist flach, die Freiheit etwas geringer als bei Page-Buildern.

Page-Builder

Plugins wie Elementor bieten freies Drag and Drop mit vielen Widgets. Dafür laden sie mehr Code und binden Ihre Inhalte an das Plugin. Deaktivieren Sie es, bleibt vom Layout wenig übrig.

wordpress.com

Der gehostete Dienst funk­tio­niert wie ein Baukasten: anmelden, Design wählen, loslegen. Eigene Domain und Plugins gibt es nur in Bezahl­ta­rifen. Um Updates kümmert sich der Anbieter.

AI-Assistenten

Einige Hoster und Dienste erzeugen per AI einen ersten Entwurf mit Seiten, Texten und Bildern. Das spart Zeit beim Start. Die Texte müssen Sie trotzdem prüfen und mit Ihren eigenen Angaben füllen.

Starter-Vorlagen

Manche Themes bringen komplette Demo-Websites zum Import mit. Das geht schnell, zieht aber oft viele Plugins und Beispiel­in­halte mit. Räumen Sie danach gründ­lich auf.

Erstellen lassen

Eine Agentur plant Struktur, Design und Technik und liefert eine fertige Website. Achten Sie darauf, dass Sie danach Admi­nis­trator sind und Inhalte selbst pflegen können.

WordPress-Agentur

Vor dem Livegang: Checkliste

Bevor Sie die Website bekannt machen, gehen Sie diese Punkte einmal durch. Sie verhindern die häufigsten Pannen der ersten Wochen.

  • Indexierung freigeben: Entfernen Sie unter Einstel­lungen → Lesen das Häkchen bei Such­ma­schinen davon abraten, diese Website zu inde­xieren. Das ist der häufigste Grund, warum neue Websites nicht bei Google erscheinen.
  • HTTPS überall: Rufen Sie mehrere Seiten auf und prüfen Sie das Schloss im Browser. Unter Einstellungen → Allgemein müssen beide Adressen mit https:// beginnen.
  • Formular testen: Schicken Sie eine Testanfrage und prüfen Sie, ob die E-Mail ankommt, auch im Spam-Ordner. Kommt nichts an, hilft ein Versand per SMTP, siehe Word­Press SMTP.
  • Mobil­an­sicht: Öffnen Sie jede Seite auf dem Smartphone. Menü, Buttons und Tabellen müssen ohne Zoomen bedienbar sein.
  • Beispiel­in­halte löschen: Entfernen Sie Hallo Welt!, Beispiel­seite, nicht genutzte Themes und Plugins.
  • Pflicht­seiten verlinkt: Impressum und Daten­schutz­er­klä­rung sind von jeder Seite aus erreichbar. Binden Sie Analytics, Karten oder Videos ein, brauchen Sie meist eine Einwil­li­gung.
  • Ladezeit und Bilder: Testen Sie die Startseite mit PageSpeed Insights. Große Bilder sind fast immer die erste Bremse.
  • Backup und Zugänge: Richten Sie ein auto­ma­ti­sches Backup ein, das extern speichert. Schützen Sie das Admi­nis­tra­tor­konto mit einem starken Passwort und zweitem Faktor.
  • Eigene Konten: Legen Sie unter Benutzer → Benutzer hinzufügen für jede Person ein eigenes Konto an. Wer nur Inhalte pflegt, bekommt die Rolle Redakteur, nicht Admi­nis­trator. So sehen Sie später, wer was geän­dert hat.
  • Search Console: Melden Sie die Website bei Google an und reichen Sie die Sitemap ein. WordPress liefert sie unter /wp-sitemap.xml.

Nach dem Start: die Website pflegen

Eine WordPress-Website ist nie ganz fertig. Core, Theme und Plugins bekommen regelmäßig Updates, oft mit Sicher­heits­kor­rek­turen.

Planen Sie feste Zeiten für die Pflege ein, etwa einmal pro Woche. Machen Sie vor jedem größeren Update ein Backup und prüfen Sie danach die wichtigsten Seiten und das Formular. Wie Sie dabei vorgehen, zeigt die Seite zu WordPress-Updates.

Prüfen Sie außerdem regelmäßig, ob Plugins noch gepflegt werden. Ein Plugin ohne Updates seit vielen Monaten ist ein Risiko. Ersetzen Sie es rechtzeitig, nicht erst, wenn etwas passiert ist.

Inhalte altern eben­falls. Öffnungs­zeiten, Ansprechpartner und Leistungen ändern sich. Eine Website mit veralteten Angaben kostet Vertrauen, auch wenn die Technik stimmt.

Wann Sie besser Hilfe holen

Eine einfache Website mit wenigen Seiten bauen viele Einsteiger selbst. Schwierig wird es bei Shops, Mehr­spra­chig­keit, Buchungen oder Schnitt­stellen. Und dauerhaft bleibt die Wartung, die viele unter­schätzen.

  • Die Website ist fertig, aber Sie wollen sich nicht um Updates, Backups und Sicher­heit kümmern.
  • Ein Update hat Layout oder Formular zerstört, und Sie finden die Ursache nicht.
  • Die Website ist langsam oder erscheint nicht bei Google, obwohl alles eingestellt scheint.
WordPress-Hilfe auch für Nicht-Kunden

Wir übernehmen Ihre fertige WordPress-Website in die Wartung, halten sie aktuell und sichern sie täglich. Wie das abläuft, lesen Sie unter Website-Betreuung.

Nachricht oder Termin WordPress-Hilfe im Notfall

Fragen zur eigenen Website

Wie viel kostet eine Website mit WordPress?

Die Software ist kostenlos, laufende Kosten entstehen für Hosting, Domain und Pflege. Dazu kommen eventuell Kosten für ein Premium-Theme oder Plugins. Den größten Posten macht meist die Zeit für Aufbau und Wartung aus, ob Sie sie selbst investieren oder einkaufen.

Wie füge ich eine neue Seite in WordPress ein?

Über Seiten → Seite hinzufügen im Dash­board. Geben Sie einen Titel ein, fügen Sie Inhalte als Blöcke hinzu und klicken Sie auf Veröf­fent­li­chen. Damit Besucher die Seite finden, nehmen Sie sie anschlie­ßend ins Menü auf.

Wie lange dauert es, WordPress zu lernen?

Für das Anlegen und Pflegen von Seiten reichen wenige Tage. Wer Design, Ladezeit und Sicherheit im Griff haben will, braucht deutlich länger. Viele Unternehmen pflegen Inhalte selbst und geben die Technik ab.

Ist es schwer, eine eigene Website zu erstellen?

Eine einfache Website mit wenigen Seiten ist gut machbar. Die Instal­la­tion erledigt der Hoster, Seiten legen Sie im Block-Editor an. Aufwendig sind gute Texte, stimmige Bilder und die laufende Wartung.

Wie kann ich eine WordPress-Website erstellen lassen?

Über eine Agentur oder einen Freelancer mit Word­Press-Erfahrung. Klären Sie vorab, wer die Website nach dem Start wartet und ob Sie vollen Admi­nis­tra­tor­zu­gang bekommen. Lassen Sie sich zeigen, wie Sie Inhalte selbst ändern.

Wie veröffentliche ich meine WordPress-Seite?

Einzelne Seiten mit dem Button Veröf­fent­li­chen im Editor. Für die ganze Website entfernen Sie unter Einstel­lungen → Lesen das Häkchen bei Such­ma­schinen davon abraten und beenden einen eventuell aktiven Wartungs­modus. Danach ist die Website für alle erreichbar und kann bei Google erscheinen.

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