WordPress umziehen: neuer Hoster oder neue Domain

Ein Umzug besteht aus Dateien, Datenbank und DNS. Hier steht, wie Sie alle drei sauber übertragen und was Sie danach prüfen müssen.

  • Drei Wege erklärtPlugin, Hoster-Service oder von Hand
  • Domain wechselnNeue Domain ohne Verlust bei Google
  • Prüfliste und FehlerPrüfliste und typische Fehler danach
Was bei einem Umzug mitkommen muss
  • DateienWordPress, Themes, Plugins und alle Bilder im Ordner wp-content. SFTP
  • DatenbankAlle Inhalte, Einstel­lungen, Nutzer und Bestel­lungen. SQL
  • DNS-EinträgeSie legen fest, welcher Server Ihre Domain beant­wortet. DNS
  • SSL-ZertifikatDer neue Hoster stellt es neu aus. HTTPS
  • E-Mail-PostfächerGehören nicht zu WordPress und ziehen nicht von selbst mit. oft vergessen
Die Domain selbst kann bleiben, wo sie ist. Es genügt, die DNS-Einträge umzu­stellen.

Welcher Umzug ist es bei Ihnen?

Die Schritte hängen davon ab, ob der Server, die Domain oder beides wech­selt.

Neuer Hoster, gleiche Domain

Dateien und Datenbank ziehen um, alle Adressen bleiben gleich. Am Ende stellen Sie die DNS-Einträge um. Ein Suchen-Ersetzen in der Datenbank ist nicht nötig.

Neue Domain, gleicher Hoster

Die Website bleibt auf dem Server, bekommt aber eine neue Adresse. Dazu gehören Weiter­lei­tungen von jeder alten Adresse und die Meldung an Google.

Beides zugleich

Das geht, macht die Fehlersuche aber schwerer. Ziehen Sie besser zuerst zum neuen Hoster um und wechseln die Domain danach in einem eigenen Schritt.

Die Vorbereitung entscheidet

Die meisten Pannen entstehen, weil ein Zugang fehlt oder etwas vergessen wurde.

Ein vollständiges Backup

Sichern Sie Dateien und Datenbank und legen Sie die Kopie außerhalb des Servers ab. Prüfen Sie, dass sich das Archiv öffnen lässt.

Was ein Backup leisten muss

Die DNS-TTL senken

Stellen Sie die TTL der Einträge einen bis zwei Tage vorher auf wenige Minuten, etwa 300 Sekunden. Die Senkung wirkt erst, wenn die alte TTL abge­laufen ist.

Alle Zugangsdaten bereitlegen

Kundenmenü des alten und neuen Hosters, SFTP, Datenbank, DNS-Verwaltung und ein Admin-Zugang zu Word­Press. Fehlt einer, stockt der Umzug mitten­drin.

Den alten Server aufnehmen

Notieren Sie PHP-Version, E-Mail-Postfächer, Cronjobs, Weiter­lei­tungen und eigene Regeln in der .htaccess. Das alles muss beim neuen Hoster wieder eingerichtet werden.

Den neuen Hoster prüfen

Er sollte eine aktuelle PHP-Version bieten, mindestens so neu wie beim alten Hoster. Sonst laufen Plugins nach dem Umzug nicht mehr.

Welche PHP-Version passt

Den alten Vertrag noch nicht kündigen

Liegt die Domain im alten Tarif, ziehen Sie sie zuerst per Auth-Code um. Sonst kann sie mit dem Tarif gelöscht werden.

Drei Wege, WordPress umzuziehen

Alle drei übertragen dasselbe: Dateien und Daten­bank. Sie unterscheiden sich darin, wie viel Sie selbst tun müssen.

Mit einem Umzugs-Plugin

Das Plugin packt Dateien und Datenbank in ein Archiv und stellt es beim neuen Hoster wieder her. Für die meisten kleinen und mittleren Websites ist das der einfachste Weg.

Mit dem Umzugsservice des Hosters

Viele Hoster holen eine WordPress-Website auf Wunsch selbst zu sich. Klären Sie vorher, was dazugehört: oft nur Dateien und Datenbank, nicht E-Mails und DNS.

Manuell

Dateien per SFTP kopieren, die Datenbank exportieren und importieren, die wp-config.php anpassen. Das dauert länger, funk­tio­niert aber auch bei großen Websites und wenn Plugins schei­tern.

Drei bekannte Umzugs-Plugins wordpress.org
  • DuplicatorErstellt ein Archiv und eine installer.php. Beides laden Sie auf den leeren Webspace und starten den Installer im Browser. Installer
  • All-in-One WP Migra­tionExportiert alles in eine .wpress-Datei, die Sie in eine frische WordPress-Instal­la­tion importieren. Große Dateien scheitern oft am Upload-Limit des Servers. .wpress
  • Migrate GuruKopiert über die Server des Anbieters direkt zum Ziel, auch große Websites. Setzt WordPress beim neuen Hoster voraus, nicht für lokale Websites. direkt
Die kostenlosen Versionen haben Grenzen, etwa bei Größe oder Multi­site.

WordPress manuell auf einen neuen Server umziehen

Der Weg ohne Plugin. Sie brauchen SFTP und Zugriff auf die Datenbank, für die schnellen Befehle zusätzlich SSH mit WP-CLI.

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    Die Dateien kopieren

    Laden Sie per SFTP das ganze WordPress-Verzeichnis herunter, mit allen Ordnern und Dateien. Blenden Sie versteckte Dateien ein, damit .htaccess mitkommt. Danach laden Sie alles in das Verzeichnis beim neuen Hoster.

  2. 2

    Die Datenbank exportieren

    Im phpMyAdmin des alten Hosters wählen Sie die Datenbank und dann „Exportieren“. Mit SSH-Zugang geht es schneller:

    wp db export umzug.sql
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    Die Datenbank beim neuen Hoster importieren

    Legen Sie im Kundenmenü eine leere Datenbank mit eigenem Benutzer an. Importieren Sie die Datei in phpMyAdmin unter „Importieren“ oder per wp db import umzug.sql. Große Dateien scheitern in phpMyAdmin oft, dann hilft SSH.

  4. 4

    Die wp-config.php anpassen

    Tragen Sie in der wp-config.php die Zugangs­daten der neuen Datenbank ein. Den Datenbank-Server nennt Ihnen der Hoster, nicht immer ist es local­host.

    define( 'DB_NAME', 'neue_datenbank' );
    define( 'DB_USER', 'neuer_benutzer' );
    define( 'DB_PASSWORD', 'neues_passwort' );
    define( 'DB_HOST', 'localhost' );

    Der Wert $table_prefix bleibt unverändert. Er muss zu den Tabellen in der impor­tierten Daten­bank passen.

  5. 5

    Nur bei neuer Domain: die Adressen ersetzen

    WordPress speichert Links mit der vollen Adresse. Manche Einstellungen stehen mit ihrer Zeichenzahl in der Datenbank. Ein einfaches Suchen-Ersetzen verändert die Länge, und Widgets oder Theme-Einstellungen gehen verloren.

    Nutzen Sie ein Werkzeug, das diese seria­li­sierten Daten berück­sich­tigt. Mit WP-CLI prüfen Sie zuerst mit einem Probelauf und ersetzen dann wirk­lich:

    wp search-replace 'https://alte-domain.de' 'https://neue-domain.de' \
      --skip-columns=guid --dry-run
    wp search-replace 'https://alte-domain.de' 'https://neue-domain.de' \
      --skip-columns=guid

    Ohne SSH leistet das Plugin Better Search Replace dasselbe, ebenfalls mit Probelauf. Die Spalte guid lassen Sie dabei aus, so verlangt es die WordPress-Doku­men­ta­tion. Sie muss immer gleich bleiben.

    Ersetzen Sie Adressen nie im Texteditor in der SQL-Datei. Genau dabei gehen serialisierte Daten kaputt.

  6. 6

    Vor der Umstellung testen

    Tragen Sie die IP-Adresse des neuen Servers in die hosts-Datei Ihres Rechners ein. Dann sehen nur Sie die neue Website unter der echten Domain, alle anderen weiter die alte.

    203.0.113.10  ihre-domain.de www.ihre-domain.de

    Unter Windows liegt die Datei in C:\Windows\System32\drivers\etc\hosts, auf Mac und Linux in /etc/hosts. Eine Zertifikatswarnung ist dabei normal: Viele Hoster stellen das SSL-Zertifikat erst nach der DNS-Umstel­lung aus.

Umzugstag: DNS umstellen ohne Ausfall

Die neue Website ist getestet. Jetzt entscheidet die Reihenfolge, ob Bestel­lungen oder E-Mails verloren gehen.

  1. 1

    Änderungen einfrieren

    Ab jetzt ändert niemand mehr Inhalte auf der alten Website. Bei einem Shop pausieren Sie Bestel­lungen für die Dauer der Umstellung, etwa mit dem Wartungs­modus.

    So schalten Sie den Wartungs­modus ein
  2. 2

    Die Datenbank ein letztes Mal abgleichen

    Exportieren Sie die Datenbank erneut und spielen Sie sie beim neuen Hoster ein. So gehen keine Bestel­lungen oder Kommentare der letzten Tage verloren.

  3. 3

    Die DNS-Einträge umstellen

    Ändern Sie dort, wo Ihre Domain verwaltet wird, den A-Eintrag auf die neue IP-Adresse. Gibt es einen AAAA-Eintrag für IPv6, ändern Sie ihn ebenfalls. Die Einträge für E-Mail (MX) bleiben, bis die Postfächer umgezogen sind.

    Wechseln Sie stattdessen die Nameserver, müssen beim neuen Anbieter vorher alle Einträge angelegt sein. Sonst fallen E-Mails aus.

  4. 4

    Den alten Server laufen lassen

    Mit gesenkter TTL landen die meisten Besucher nach Minuten beim neuen Server, einzelne noch länger beim alten. Kündigen Sie erst, wenn dort nichts mehr ankommt.

WordPress-Domain ändern, ohne Besucher zu verlieren

Bei einem Domain­wechsel ändert sich jede Adresse Ihrer Website. Ohne Weiterleitungen führen Links und Google-Treffer ins Leere.

  1. 1

    Die neue Domain vorbereiten

    Lassen Sie die neue Domain beim Hoster auf das Verzeichnis der Website zeigen und ein SSL-Zertifikat ausstellen. Die alte Domain bleibt für die Weiterleitungen aktiv.

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    Die Adressen in WordPress ändern

    Unter Einstel­lungen → Allgemein tragen Sie die neue Domain bei „WordPress-Adresse (URL)“ und „Website-Adresse (URL)“ ein. Danach ersetzen Sie die alten Adressen in der Datenbank wie in Schritt 5 der manu­ellen Anlei­tung.

    Sind die Felder grau, stehen die Werte in der wp-config.php als WP_HOME und WP_SITEURL. Ändern Sie sie dann direkt in dieser Datei.

  3. 3

    Jede alte Adresse per 301 weiterleiten

    Jede alte Seite zeigt dauerhaft auf dieselbe Seite der neuen Domain, nicht nur auf die Startseite. Auf Apache-Servern steht dazu in der .htaccess über dem Word­Press-Block:

    RewriteEngine On
    RewriteCond %{HTTP_HOST} ^(www\.)?alte-domain\.de$ [NC]
    RewriteRule ^(.*)$ https://www.neue-domain.de/$1 [R=301,L]

    Google empfiehlt, sie mindestens ein Jahr zu behalten. Kündigen Sie die alte Domain also nicht gleich.

    Mehr zur .htaccess in WordPress
  4. 4

    Google den Umzug melden

    Bestätigen Sie die neue Domain in der Search Console und reichen Sie dort die neue Sitemap ein. Dann starten Sie in der alten Property das „Tool zur Adress­än­de­rung“. Es setzt die 301-Weiter­lei­tungen voraus und prüft sie selbst.

    Das Tool gilt nur für einen Domain­wechsel, nicht für den Wechsel auf https. Schwankungen im Ranking sind in den ersten Wochen normal.

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    Die Adresse überall sonst ändern

    Etwa im Google-Unter­neh­mens­profil, in Social-Media-Profilen und E-Mail-Signaturen. Bei einem Shop auch bei den Zahlungs­an­bie­tern.

Prüfliste nach dem Umzug

Gehen Sie diese Punkte direkt nach der Umstellung durch, am besten in einem privaten Brow­ser­fenster.

SSL und https

Das Schloss erscheint für die Domain mit und ohne www. Aufrufe über http leiten auf https weiter.

Permalinks neu speichern

Führen Unterseiten zu Fehler 404, öffnen Sie Einstel­lungen → Permalinks und klicken ohne Änderung auf „Änderungen speichern“. WordPress schreibt die Regeln dann neu.

E-Mails

Postfächer und der Versand aus Formu­laren. Kommen Nachrichten der Website nicht an, fehlt oft die Einrich­tung per SMTP.

E-Mail-Versand einrichten

Cronjobs

Cronjobs des alten Servers legen Sie beim neuen Hoster neu an. Sonst bleiben geplante Beiträge oder Backups liegen.

Caches

Leeren Sie Cache-Plugin, Hoster-Cache und CDN. Sonst liefern sie noch Seiten mit alten Pfaden aus.

So leeren Sie alle Caches

Sichtbarkeit für Suchmaschinen

Unter Einstel­lungen → Lesen darf „Such­ma­schinen davon abhalten, diese Website zu indexieren“ nicht ange­hakt sein.

Formulare und Kasse

Senden Sie ein Formular ab. Bei einem Shop machen Sie eine Test­be­stel­lung mit Zahlung und Bestä­ti­gung.

Typische Fehler nach dem Umzug und ihre Ursache

Das Fehlerbild zeigt meist schon, wo Sie suchen müssen.

„Fehler beim Aufbau einer Datenbankverbindung“

Die Zugangs­daten in der wp-config.php passen nicht zur neuen Daten­bank. Prüfen Sie alle vier Werte Zeichen für Zeichen.

Weiße Seite oder kritischer Fehler

Meist läuft beim neuen Hoster eine andere PHP-Version, oder eine PHP-Erwei­te­rung fehlt.

Kritischen Fehler beheben

Gemischte Inhalte ohne Schloss

Die Seite läuft auf https, lädt aber Bilder oder Skripte über http. Ersetzen Sie die http-Adressen wie in Schritt 5.

Weiterleitungsschleife oder Anmeldung springt zurück

Die Adressen in den Einstel­lungen passen nicht zur echten Adresse, oft bei www oder https.

Unterseiten zeigen Fehler 404

Die .htac­cess fehlt. Speichern Sie die Perma­links neu. Hilft das nicht, fehlt beim Hoster mod_rewrite.

Bilder fehlen oder Umlaute sind kaputt

Dann fehlt der Ordner wp-content/uploads, oder Export und Import nutzten verschie­dene Zeichen­sätze. Richtig ist utf8mb4.

Umzug ohne Ausfall ist Handarbeit

Ein Plugin kopiert Dateien und Daten­bank. Den Rest erledigt es nicht: TTL, Abgleich am Umzugstag, E-Mails, Cronjobs und die Prüfung danach. Genau hier entstehen Ausfälle, bei einem Shop kosten sie Bestel­lungen. Diesen Teil übernehmen wir für unsere Kunden, auch als einzelnen Auftrag, wenn Sie noch nicht in unserer Betreuung sind.

  • Wir testen alles vorher auf einer Kopie
  • Die Umstellung planen wir mit Ihnen gemeinsam
  • Ihre Besucher merken vom Umzug nichts
WordPress-Hilfe auch für Nicht-Kunden

Schreiben Sie uns, von wo nach wo Ihre Website umziehen soll, oder buchen Sie einen Termin. Wir sehen uns die Website an und sagen Ihnen, welcher Weg passt.

Zeigt die Website nach einem Umzug schon Fehler, bringen wir sie wieder in Ordnung.

Nachricht oder Termin WordPress-Hilfe im Notfall

Fragen zum WordPress-Umzug

Wie kann ich WordPress mit Duplicator umziehen?

In fünf Schritten. Backup im Plugin erstellen, Archiv und installer.php herun­ter­laden. Beides in das leere Verzeichnis beim neuen Hoster laden, eine leere Datenbank anlegen. Die installer.php im Browser aufrufen, die Datenbank eintragen, danach die Installationsdateien löschen.

Wie kann ich meine vorhandene Domain umziehen?

Mit einem Provi­der­wechsel per Auth-Code. Der alte Anbieter gibt Ihnen den Code, bei .de heißt er AuthInfo. Legen Sie beim neuen Anbieter vorher alle DNS-Einträge an, sonst fallen Website und E-Mail kurz aus.

Wie lange dauert der Umzug einer Domain?

Bei .de meist sofort, bei .com bis zu fünf Tage. Bei Endungen wie .com hat der alte Anbieter fünf Tage Zeit. Bis alle Netze neue DNS-Einträge kennen, vergehen je nach TTL Minuten bis ein Tag.

Was muss ich bei einem Domainwechsel beachten?

Vor allem die Weiter­lei­tungen. Jede alte Adresse zeigt per 301 auf die passende neue Seite, mindestens ein Jahr lang. Dazu kommen Suchen-Ersetzen und die Meldung in der Search Console.

Wie kann ich die WordPress-Datenbank wechseln?

Exportieren, importieren, eintragen. Die alte Datenbank exportieren, in die neue importieren und deren Zugangs­daten in der wp-config.php eintragen. Das Präfix bleibt gleich.

Wie kopiere ich eine WordPress-Website?

Genau wie bei einem Umzug. Mit einem Umzugs-Plugin oder von Hand. Für eine Testkopie bieten viele Hoster ein Staging an. Die Kopie darf Google nicht inde­xieren.

Ihr Umzug, ohne Ausfall

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