WordPress updaten: sicher und in der richtigen Reihenfolge
Ein Update dauert meist nur Sekunden. Ob danach alles läuft, entscheiden Vorbereitung und Reihenfolge. Und wenn es doch scheitert, hilft der Abschnitt zu den Fehlern.
- Richtige ReihenfolgeUpdates in der richtigen Reihenfolge
- Manuell und automatischManuelle und automatische Updates
- Wenn es fehlschlägtWas hilft, wenn ein Update fehlschlägt
- SicherungDateien und Datenbank, vorher geprüft. zuerst
- StagingGroße Updates erst auf einer Kopie. bei Bedarf
- WordPress-KernUnter Dashboard → Aktualisierungen. dann
- PluginsEinzeln, Shop und Bezahlung zuletzt. einzeln
- ThemeEltern-Theme aktualisieren, Child-Theme bleibt. danach
- ÜbersetzungenZum Schluss, oft automatisch. zuletzt
Vor dem Update: Sicherung und Staging
Die meisten Updates laufen ohne Probleme. Geht doch etwas schief, entscheidet die Vorbereitung, ob Sie in Minuten zurück sind oder erst nach Stunden. Sichern Sie Dateien und Datenbank, nicht nur eines von beiden. Eine Sicherung hilft nur, wenn Sie wissen, wie Sie sie zurückspielen. Große Updates testen Sie zuerst auf einer Staging-Kopie Ihrer Website.
- Sicherung von Dateien und Datenbank
- Änderungsprotokoll großer Updates gelesen
- Zugang per FTP oder Dateimanager bereit
- Zeit zum Prüfen, nicht am Freitagabend
Sie möchten Updates nicht selbst einspielen, oder die Website ist nach einem Update kaputt? Wir helfen, auch wenn Sie noch kein Kunde sind.
Wie wir Updates für unsere Kunden einspielen, lesen Sie unter Updates in der Wartung.
WordPress updaten in der richtigen Reihenfolge
Spielen Sie Updates einzeln ein und prüfen Sie nach jedem kurz die Website. So wissen Sie bei einem Fehler sofort, welches Update ihn ausgelöst hat.
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1
Eine frische Sicherung anlegen
Sichern Sie direkt vor dem Update, nicht am Vortag. Sonst fehlen nach dem Zurückspielen die Änderungen dazwischen, bei einem Shop auch Bestellungen.
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2
Große Updates auf einer Kopie testen
Neue Hauptversionen von WordPress, Page-Buildern, Shop-Plugins und Themes spielen Sie zuerst auf der Staging-Kopie ein. Läuft dort alles, wiederholen Sie es auf der echten Website.
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3
Den WordPress-Kern aktualisieren
Unter Dashboard → Aktualisierungen klicken Sie auf „Auf Version … aktualisieren“. Meldet WordPress danach „Datenbank-Aktualisierung erforderlich“, bestätigen Sie mit „WordPress-Datenbank aktualisieren“.
Bei einer neuen Hauptversion prüfen Sie vorher, ob Ihre wichtigsten Plugins und das Theme sie schon unterstützen. Das steht im Änderungsprotokoll oder unter „Getestet bis“ auf der Plugin-Seite.
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4
Plugins einzeln aktualisieren
Unter Dashboard → Aktualisierungen oder in der Plugin-Liste. Manche Plugin-Updates erscheinen erst nach dem Kern-Update, weil sie die neue WordPress-Version voraussetzen. Beginnen Sie mit kleinen Helfern, Shop- und Bezahl-Plugins kommen zuletzt. Zusatzmodule folgen nach ihrem Haupt-Plugin, etwa nach WooCommerce.
Öffnen Sie nach jedem Update die Startseite, ein Formular und bei einem Shop die Kasse.
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5
Das Theme aktualisieren
Nutzen Sie ein Child-Theme, aktualisieren Sie nur das Eltern-Theme. Änderungen direkt im Theme gehen beim Update verloren. Deshalb gehören sie ins Child-Theme.
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6
Übersetzungen nachziehen
Weiter unten auf derselben Seite steht „Übersetzungen aktualisieren“, falls neue vorliegen. Meist erledigt WordPress das im Hintergrund von selbst.
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7
Cache leeren und alles prüfen
Leeren Sie den Cache, damit Besucher die neue Fassung sehen. Prüfen Sie dann die wichtigsten Seiten, abgemeldet und auf dem Handy.
So leeren Sie den Cache
PHP gehört nicht in diesen Durchgang. Wechseln Sie die PHP-Version an einem anderen Tag, mit eigener Sicherung. Sonst wissen Sie bei einem Fehler nicht, ob es am Update oder an PHP lag.
WordPress manuell aktualisieren
Der Weg per Datei-Upload hilft, wenn das Update im Dashboard immer wieder scheitert. Sie brauchen dafür FTP-Zugang oder den Dateimanager Ihres Hosters.
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1
Sichern und Plugins deaktivieren
Das empfiehlt die offizielle Anleitung von WordPress. Notieren Sie vorher, welche Plugins aktiv sind. So schalten Sie später dieselben wieder ein.
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2
Das neue WordPress herunterladen
Laden Sie das deutsche Paket von de.wordpress.org herunter und entpacken Sie es auf Ihrem Rechner.
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3
Die Ordner wp-admin und wp-includes ersetzen
Löschen Sie auf dem Server die Ordner
wp-adminundwp-includes. Laden Sie die neuen Ordner aus dem Paket an ihre Stelle. -
4
Die Dateien im Hauptverzeichnis überschreiben
Laden Sie die einzelnen Dateien aus dem Hauptverzeichnis des Pakets hoch, etwa
index.phpundwp-login.php. Ihrewp-config.phpbleibt erhalten, das Paket enthält keine.Den Ordner
wp-contentnie löschen oder ganz ersetzen. Darin liegen Ihre Plugins, Themes und Bilder. Laden Sie höchstens einzelne neue Dateien daraus hoch. -
5
Die Datenbank aktualisieren
Rufen Sie
/wp-admin/auf. Braucht die Datenbank ein Update, führt WordPress Sie zuupgrade.php. Folgen Sie dort der Anweisung. Liegt noch eine Datei.maintenanceim Hauptverzeichnis, löschen Sie sie. -
6
Plugins einschalten und prüfen
Aktivieren Sie die notierten Plugins wieder, leeren Sie den Cache und prüfen Sie die wichtigsten Seiten.
Ein Plugin oder Theme per ZIP-Datei
Laden Sie die neue Version als ZIP-Datei herunter. Unter Plugins → Plugin hinzufügen → Plugin hochladen wählen Sie die Datei aus. WordPress erkennt das installierte Plugin und bietet „Installiertes durch Hochgeladenes ersetzen“ an. Für Themes geht es genauso unter Design → Themes.
Per Kommandozeile mit WP-CLI
Mit SSH-Zugang aktualisiert wp core update den Kern und wp core update-db die Datenbank. wp plugin update --all bringt alle Plugins auf den neuesten Stand. Einzeln geht es mit dem Namen des Plugins.
Automatische Updates in WordPress einstellen
WordPress sieht zweimal am Tag nach, ob Updates vorliegen. Was es davon selbst einspielt, legen Sie für Kern, Plugins und Themes getrennt fest.
Wartungs- und Sicherheitsupdates
Kleine Versionen des Kerns, etwa von 7.1.1 auf 7.1.2, spielt WordPress von Haus aus selbst ein. Das gilt auch für Übersetzungen. Lassen Sie das eingeschaltet.
Neue Hauptversionen
Unter Dashboard → Aktualisierungen steht, ob WordPress auch Sprünge wie von 7.1 auf 7.2 selbst macht. Bei neuen Installationen ist das seit WordPress 5.6 eingeschaltet, bei älteren Websites meist nicht. Der Link „Automatische Aktualisierungen für alle neuen WordPress-Versionen aktivieren“ ändert das.
Plugins
In der Plugin-Liste gibt es die Spalte „Automatische Aktualisierungen“. Dort schalten Sie jedes Plugin einzeln ein oder aus. Mehrere auf einmal gehen über die Mehrfachaktionen.
Themes
Unter Design → Themes öffnen Sie die Details eines Themes. Dort steht „Automatische Aktualisierungen aktivieren“. Gekaufte Themes brauchen dafür meist einen gültigen Lizenzschlüssel.
Für den Kern gibt es die Konstante WP_AUTO_. Sie überschreibt die Einstellung im Dashboard. Tragen Sie eine der drei Zeilen vor der Zeile „Schluss mit dem Bearbeiten“ ein, nicht mehrere.
// Nur Wartungs- und Sicherheitsupdates des Kerns
define( 'WP_AUTO_UPDATE_CORE', 'minor' );
// Alle Kern-Updates, auch neue Hauptversionen
define( 'WP_AUTO_UPDATE_CORE', true );
// Keine automatischen Kern-Updates
define( 'WP_AUTO_UPDATE_CORE', false );
// Alle automatischen Updates abschalten
define( 'AUTOMATIC_UPDATER_DISABLED', true );
Schalten Sie Wartungs- und Sicherheitsupdates nicht ab. Die Entwickler von WordPress raten ausdrücklich davon ab, denn sonst bleiben bekannte Lücken offen.
Seit WordPress 6.6 prüft WordPress nach einem automatischen Plugin-Update die Startseite. Findet es einen schweren PHP-Fehler, spielt es die vorige Version zurück und schickt eine E-Mail. Ein verschobenes Layout oder ein kaputtes Formular erkennt es nicht.
WordPress-Update fehlgeschlagen: was hilft
Die Meldung verrät meist schon die Ursache. Hier sind die sechs häufigsten Fehlerbilder und was Sie tun können.
„Momentan wird eine andere Aktualisierung durchgeführt.“
WordPress sperrt Kern-Updates, solange eines läuft. Brach das letzte ab, bleibt die Sperre bis zu 15 Minuten bestehen. Warten Sie und starten Sie das Update dann erneut.
Die Wartungsmeldung bleibt stehen
Während des Updates legt WordPress die Datei .maintenance an. Nach einem Abbruch bleibt sie liegen, gilt aber nur 10 Minuten. Hängt die Meldung länger, löschen Sie die Datei per FTP.
Wartungsmodus beendenWordPress fragt nach „Verbindungsinformationen“
Dann darf WordPress die Dateien nicht selbst schreiben. Tragen Sie die FTP-Zugangsdaten ein oder lassen Sie den Hoster die Dateirechte korrigieren. Automatische Updates laufen erst danach.
„Das Verzeichnis konnte nicht erstellt werden.“
Meist fehlen Schreibrechte oder der Speicherplatz ist voll. Prüfen Sie im Kundenmenü des Hosters, wie viel Platz frei ist. Oft belegen alte Sicherungen auf dem Server den Platz.
„Der Download ist fehlgeschlagen.“
Bei gekauften Plugins und Themes fehlt oft der Lizenzschlüssel, oder die Lizenz ist abgelaufen. Bei kostenlosen erreicht Ihr Server wordpress.org gerade nicht. Versuchen Sie es später noch einmal.
Kritischer Fehler nach dem Update
Das Update lief durch, aber ein Plugin oder das Theme verträgt sich nicht mit der neuen Version. WordPress schickt dann eine E-Mail mit einem Link zum Wiederherstellungsmodus.
Kritischen Fehler behebenEin Update rückgängig machen
Bricht ein Plugin- oder Theme-Update mittendrin ab, stellt WordPress die vorige Version selbst wieder her. Läuft es durch und macht trotzdem etwas kaputt, gehen Sie so vor.
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1
Die Sicherung zurückspielen
Das ist der sicherste Weg, vor allem nach einem Kern-Update oder einer Umstellung der Datenbank. Alles, was seit der Sicherung geändert wurde, geht dabei verloren, bei einem Shop auch Bestellungen.
Wie gute Sicherungen aussehen -
2
Ein Plugin auf die vorige Version setzen
Für Plugins und Themes aus dem offiziellen Verzeichnis gibt es das Plugin WP Rollback. Es bietet ältere Versionen zur Auswahl an. Sie finden sie auch auf der Plugin-Seite bei wordpress.org unter „Erweiterte Ansicht“. Diese ZIP-Datei laden Sie hoch und wählen „Installiertes durch Hochgeladenes ersetzen“.
Mit WP-CLI geht es so, Name und Versionsnummer passen Sie an:
wp plugin update plugin-name --version=1.2.3Hat das Update die Datenbank umgestellt, etwa bei WooCommerce, passt die alte Version oft nicht mehr dazu. Dann ist die Sicherung der richtige Weg.
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3
Den WordPress-Kern nicht zurücksetzen
Die offizielle Anleitung rät davon ab, den Kern auf eine ältere Version zu setzen. Spielen Sie stattdessen die Sicherung zurück oder schalten Sie das Plugin ab, das den Fehler auslöst.
Welche WordPress-Version ist aktuell?
Die aktuelle Version steht immer auf de.wordpress.org unter Download. Welche Version Ihre Website nutzt, sehen Sie an vier Stellen im Dashboard. Die ersten zwei Zahlen bilden die Hauptversion, etwa 7.1. Sie bringt neue Funktionen und erscheint zwei- bis dreimal im Jahr. Auch der Sprung von 6.9 auf 7.0 war eine normale Hauptversion. Die dritte Zahl, etwa 7.1.2, steht für Wartungs- und Sicherheitsupdates.
- Hauptversion: neue Funktionen
- Dritte Zahl: Fehler und Sicherheit
- Gepflegt wird nur die neueste Version
- Dashboard → AktualisierungenZeigt Ihre Version und ob eine neuere vorliegt. Updates
- Widget „Auf einen Blick“Nennt auf der Startseite des Dashboards Version und Theme. Start
- Fußzeile im DashboardUnten rechts steht die Version oder der Hinweis auf eine neuere. überall
- Werkzeuge → Website-ZustandIm Reiter „Bericht“ stehen auch PHP- und Datenbank-Version. ausführlich
Fragen zum WordPress-Update
Warum aktualisiert sich WordPress nicht?
Meist fehlt ein Auslöser oder eine Berechtigung. Die Prüfung läuft über WP-Cron und startet erst, wenn jemand die Website aufruft. Fragt WordPress nach FTP-Daten, laufen keine automatischen Updates. Auch eine Konstante in der wp-config.php oder der Hoster kann sie abschalten.
Was bedeutet Update fehlgeschlagen?
Je nach Stelle zwei verschiedene Dinge. Unter Aktualisierungen ließ sich ein Update nicht einspielen, die Ursachen stehen oben. Im Editor heißt „Die Aktualisierung ist fehlgeschlagen“, dass ein Beitrag nicht gespeichert wurde. Das liegt meist an einer Firewall oder einem Sicherheits-Plugin, das die REST-API blockiert.
Soll man automatische Updates aktivieren?
Für Sicherheitsupdates ja, sonst kommt es auf die Website an. Bei einer kleinen Website mit wenigen Plugins sind sie oft sinnvoll. Bei Shops, Formularen und Page-Buildern spielen Sie große Updates besser selbst ein, mit Sicherung und Prüfung.
Wie kann ich ein automatisches WordPress-Update rückgängig machen?
Wie jedes andere Update. Ein Plugin setzen Sie mit WP Rollback oder per ZIP-Datei zurück. Nach einem Kern-Update spielen Sie die letzte Sicherung zurück. Hat Ihr Hoster nächtliche Sicherungen, fragen Sie dort nach.
Warum lassen sich meine WordPress-Plugins nicht aktualisieren?
Oft wegen Lizenz oder Kompatibilität. Gekaufte Plugins brauchen einen gültigen Lizenzschlüssel. Setzt die neue Version eine neuere WordPress- oder PHP-Version voraus, sperrt WordPress das Update, bis diese installiert ist.
Was ist die aktuellste WordPress-Version?
Das steht immer auf de.wordpress.org unter Download. Unter Dashboard → Aktualisierungen sehen Sie, ob Ihre Website sie schon nutzt. Ob neue Hauptversionen von selbst kommen, hängt von Ihrer Einstellung ab.