WordPress-Blog erstellen
Sie wollen einen Blog mit WordPress starten, als eigene Website oder als Bereich Ihrer Firmenseite. Die Installation ist schnell erledigt. Entscheidend sind die Einstellungen davor und danach: Adressen, Startseite, Kategorien, Kommentare. Hier finden Sie die richtige Reihenfolge und die Fehler, die später Arbeit machen.
- Plattform wählenwordpress.com oder eigene Installation
- Erst einstellenPermalinks, Startseite, Kategorien
- Wenige PluginsSpam, SEO, Backup, sonst nichts
- Hosting und DomainEigene Installation für volle Kontrolle. ZUERST
- Permalinks festlegenVor dem ersten Beitrag, nicht danach. EINMALIG
- Startseite und BlogseiteUnter Einstellungen → Lesen. 5 MINUTEN
- Kategorien anlegenDrei bis sechs Themen statt „Allgemein“. STRUKTUR
- Erster BeitragMit Kategorie, Beitragsbild und Textauszug. START
wordpress.com oder eigene Installation?
Hinter „WordPress“ stecken zwei Angebote. wordpress.com ist ein gehosteter Dienst: Sie melden sich an und schreiben sofort los. Der kostenlose Tarif läuft unter einer Adresse wie name.wordpress.com. Eine eigene Domain und das Installieren von Plugins gibt es dort nur in Bezahltarifen. wordpress.org liefert die Software selbst. Sie installieren sie bei einem Hoster Ihrer Wahl, unter Ihrer eigenen Domain. Sie können jedes Theme und jedes Plugin nutzen und Ihre Daten jederzeit mitnehmen. Dafür kümmern Sie sich selbst um Updates, Backups und Sicherheit. Für einen privaten Blog ohne Anspruch reicht wordpress.com. Soll der Blog Kunden gewinnen oder Teil Ihrer Firmenwebsite sein, nehmen Sie die eigene Installation. Was dabei laufend anfällt, zeigt die Übersicht WordPress-Kosten.
- wordpress.com kostenlosSubdomain, keine eigenen Plugins. PRIVAT
- wordpress.com BezahltarifEigene Domain, Plugins je nach Tarif. GEHOSTET
- wordpress.org bei einem HosterVolle Kontrolle, eigene Verantwortung. FIRMA
Blog einrichten in acht Schritten
Diese Reihenfolge gilt für eine eigene WordPress-Installation. Alle Menüpunkte finden Sie links im Dashboard unter /wp-admin/.
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1
Hosting, Domain und Installation
Wählen Sie ein Hosting mit aktueller PHP-Version, HTTPS und automatischen Backups. Viele Hoster installieren WordPress mit einem Klick. Wie die Installation von Hand und per Installer abläuft, zeigt WordPress installieren.
Rufen Sie danach Ihre Domain mit
Was gutes Hosting ausmachthttps://auf. Erscheint eine Warnung, fehlt das Zertifikat. Das klären Sie mit dem Hoster, bevor Sie weitermachen. -
2
Allgemeine Einstellungen
Unter Einstellungen → Allgemein tragen Sie Website-Titel und Untertitel ein. Beide erscheinen je nach Theme im Kopf der Seite und in Suchergebnissen. Hier setzen Sie auch das Website-Icon, das im Browser-Tab erscheint.
Prüfen Sie Website-Sprache, Zeitzone und Datumsformat. Die Zeitzone zählt, sobald Sie Beiträge für später planen.
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3
Theme auswählen
Das Theme bestimmt, wie Blogseite, Beiträge und Archive aussehen. Das mitgelieferte Standard-Theme von WordPress ist ein guter, schlanker Start. Suchen Sie unter Design → Themes nach einem Theme mit gut lesbarer Schrift und klarer Beitragsansicht.
Achten Sie auf Pflege und Ladezeit, nicht auf die Demo. Ein Theme mit vielen eingebauten Funktionen bindet Sie an genau dieses Theme. Bei Block-Themes passen Sie Vorlagen wie die Blog-Titelseite unter Design → Editor an.
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4
Permalinks festlegen
Unter Einstellungen → Permalinks bestimmen Sie, wie die Adressen Ihrer Beiträge aussehen. Neue Installationen nutzen oft Tag und Name, also Adressen mit Datum. Für einen Blog mit zeitlosen Themen ist Beitragsname meist die bessere Wahl.
Legen Sie das jetzt fest. Ändern Sie die Struktur später, ändern sich alle Adressen, und alte Links brauchen Weiterleitungen. Was dabei zu beachten ist, steht unter Permalink ändern.
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5
Startseite und Beitragsseite
Unter Einstellungen → Lesen wählen Sie bei Ihre Homepage zeigt zwischen Ihre neuesten Beiträge und Eine statische Seite. Ist der Blog Ihre ganze Website, bleiben Sie bei den neuesten Beiträgen.
Gehört der Blog zu einer Firmenseite, legen Sie zwei leere Seiten an, etwa „Start“ und „Blog“. Wählen Sie die eine als Homepage, die andere als Beitragsseite. Die Blogseite bleibt im Editor leer, WordPress füllt sie mit Ihren Beiträgen. Mit Maximal angezeigte Beiträge legen Sie fest, wie viele pro Seite erscheinen.
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6
Kategorien anlegen
Unter Beiträge → Kategorien legen Sie drei bis sechs Oberthemen an. Benennen Sie die Standardkategorie Allgemein um, statt sie liegen zu lassen. Sonst landet jeder Beitrag ohne Zuordnung dort.
Kategorien sind die grobe Gliederung, Schlagwörter die feine. Nutzen Sie Schlagwörter sparsam. Jedes erzeugt eine eigene Archivseite, die bei wenigen Beiträgen dünn bleibt.
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7
Aufräumen und Pflichtseiten
Löschen Sie den Beispielbeitrag Hallo Welt!, die Beispielseite und den Beispielkommentar. WordPress legt außerdem einen Entwurf Datenschutzerklärung an. Er ist eine Vorlage, kein fertiger Text.
Legen Sie Impressum und Datenschutzerklärung an und verlinken Sie beide im Fußbereich. Die technische Seite erklärt Impressum in WordPress. Welche Angaben Sie brauchen, klären Sie bitte selbst, dies ist keine Rechtsberatung.
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8
Kommentare und Autorenprofil
Unter Einstellungen → Diskussion entscheiden Sie, ob Besucher kommentieren dürfen. Wollen Sie Kommentare, aktivieren Sie Bevor ein Kommentar erscheint, muss der Kommentar manuell freigegeben werden. Ohne Kommentare hilft die Anleitung Kommentare deaktivieren.
Unter Benutzer → Profil setzen Sie den Öffentlichen Namen und die Biografischen Angaben. Viele Themes zeigen beides unter jedem Beitrag. So erscheint nicht Ihr Login-Name als Autor.
Welche Plugins ein Blog am Anfang braucht
Ein Blog braucht weniger Plugins, als viele Listen nahelegen. Jedes Plugin ist Code, den Sie aktuell halten müssen. Diese Aufgaben lohnen sich. Die genannten Namen sind Beispiele aus dem Verzeichnis auf wordpress.org, keine Rangliste.
Spamschutz
Sobald Kommentare offen sind, kommt Spam. Antispam Bee oder Akismet filtern ihn. Akismet schickt Kommentardaten an einen externen Dienst, das gehört in die Datenschutzerklärung.
SEO-Grundlagen
WordPress erzeugt Titel und eine Sitemap selbst. Ein SEO-Plugin wie Yoast SEO oder Rank Math ergänzt Beschreibungen, Vorschau und Steuerung einzelner Archive.
Backup
Macht der Hoster keine täglichen Sicherungen, brauchen Sie ein Backup-Plugin, das auch extern speichert. Testen Sie einmal die Wiederherstellung.
Backup-PluginsNewsletter
Wer Leser halten will, sammelt E-Mail-Adressen. Ob ein Plugin oder ein externer Dienst besser passt, hängt von der Liste und vom Versand ab.
Newsletter in WordPressEinwilligung nur bei Bedarf
Ein Consent-Banner brauchen Sie, wenn Sie Dienste wie Analytics, YouTube oder Karten einbinden. Ein Blog ohne solche Dienste kommt oft ohne aus.
Cookie-BannerWas Sie weglassen können
Inhaltsverzeichnis, Social-Buttons, Pop-ups und Page-Builder kommen später, wenn Sie wissen, dass Sie sie brauchen. Jedes Plugin mehr kostet Ladezeit und Pflege.
Den ersten Beitrag veröffentlichen
Blogartikel sind in WordPress Beiträge, keine Seiten. Nur Beiträge erscheinen auf der Blogseite, in Kategorien und im RSS-Feed.
Öffnen Sie Beiträge → Beitrag hinzufügen. Schreiben Sie Titel und Text im Block-Editor. Rechts in der Seitenleiste finden Sie alles, was den Beitrag im Blog einordnet. Wie der Editor im Detail funktioniert, zeigt Beitrag erstellen.
Bevor Sie auf Veröffentlichen klicken, prüfen Sie die Vorschau auf dem Smartphone. Mit Planen legen Sie Datum und Uhrzeit für später fest. Bleibt ein Beitrag unfertig, speichern Sie ihn als Entwurf.
- Kategorie: Wählen Sie genau eine passende Kategorie. Mehrere Kategorien pro Beitrag verwässern die Struktur.
- Beitragsbild: Viele Themes zeigen es in der Übersicht und beim Teilen in sozialen Netzen. Laden Sie es in sinnvoller Größe hoch, nicht als Kamera-Original.
- Textauszug: Zwei Sätze, die in der Übersicht erscheinen. Ohne Auszug schneidet WordPress den Anfang des Textes ab.
- Titel und Adresse: Der Titel beantwortet die Frage des Lesers. Kürzen Sie die Adresse unter Link auf die wichtigsten Wörter, bevor Sie veröffentlichen.
- Interne Links: Verlinken Sie ältere Beiträge zum selben Thema. Das hilft Lesern und Suchmaschinen.
Typische Fehler beim Start
Diese Probleme sehen wir bei neuen Blogs immer wieder. Die meisten kosten später mehr Zeit als am Anfang.
Nach dem Start melden Sie die Website in der Google Search Console an und reichen die Sitemap ein. WordPress liefert sie unter /wp-sitemap.xml, SEO-Plugins ersetzen sie oft durch eine eigene. Details stehen unter WordPress-Sitemap.
- Blog taucht nicht bei Google auf: Unter Einstellungen → Lesen ist Suchmaschinen davon abraten, diese Website zu indexieren noch aktiv. Viele setzen das Häkchen während des Aufbaus und vergessen es.
- Blogseite zeigt nur einen leeren Text: Die Seite ist nicht als Beitragsseite eingetragen. Oder das Theme nutzt eine eigene Vorlage, die Beiträge anders einbindet.
- Permalinks nach Monaten geändert: Alle alten Links laufen ins Leere, auch die aus Suchergebnissen und sozialen Netzen. Richten Sie dann 301-Weiterleitungen von den alten auf die neuen Adressen ein.
- Blog fehlt im Menü: Die Blogseite muss ins Menü. Bei Block-Themes geht das über Design → Editor, bei klassischen Themes über Design → Menüs.
- Alles in „Allgemein“: Kategorien wurden nie angelegt. Ordnen Sie Beiträge nachträglich über die Schnellbearbeitung in Beiträge → Alle Beiträge zu.
- Keine Updates nach dem Start: Ein Blog, der ein Jahr ohne Updates läuft, ist ein Einfallstor. Planen Sie Updates und Backups von Anfang an ein.
Wann Sie besser Hilfe holen
Einen Blog richten Sie mit dieser Anleitung an einem Nachmittag selbst ein. Aufwendiger wird es, wenn der Blog in eine bestehende Firmenwebsite soll oder alte Inhalte umziehen müssen. Und dauerhaft bleibt die Pflege: Updates, Backups und Sicherheit.
- Der Blog soll in eine bestehende Website mit eigenem Theme passen.
- Sie wollen Beiträge von einer anderen Plattform übernehmen, ohne Links zu verlieren.
- Sie möchten schreiben und sich nicht um Updates und Backups kümmern.
Wir halten Ihre WordPress-Website mit Blog aktuell, sichern sie täglich und reagieren, wenn etwas klemmt. Das gehört zu unserer Website-Betreuung.
Fragen zum Blog
Wie erstelle ich einen Blog in WordPress?
WordPress installieren, Grundeinstellungen setzen, Kategorien anlegen, ersten Beitrag schreiben. Legen Sie vor dem ersten Beitrag Permalinks, Startseite und Beitragsseite unter Einstellungen fest. Blogartikel schreiben Sie als Beiträge, nicht als Seiten, damit sie auf der Blogseite erscheinen.
Was kostet ein Blog bei WordPress?
Die Software ist kostenlos, Kosten entstehen für Hosting und Domain. Auf wordpress.com gibt es einen kostenlosen Tarif mit Subdomain. Für einen eigenen Blog mit Domain zahlen Sie Hosting, Domain und eventuell Theme oder Plugins sowie Zeit oder Geld für die Wartung.
Was ist der Unterschied zwischen Blog und Homepage?
Ein Blog zeigt laufend neue Beiträge, eine Homepage eher feste Seiten. In WordPress lässt sich beides verbinden. Sie wählen unter Einstellungen → Lesen eine statische Seite als Homepage und eine zweite Seite als Beitragsseite für den Blog.
Wie kann ich einen privaten Blog kostenlos erstellen?
Am einfachsten mit dem kostenlosen Tarif von wordpress.com. Dort stellen Sie die Sichtbarkeit der Website auf privat, dann sehen nur eingeladene Personen die Inhalte. In einer eigenen Installation können Sie einzelne Beiträge als privat oder passwortgeschützt veröffentlichen.
Wie veröffentliche ich meine WordPress-Seite?
Mit dem Button Veröffentlichen oben rechts im Editor. Prüfen Sie vorher die Vorschau und unter Einstellungen → Lesen, ob Suchmaschinen die Website indexieren dürfen. Mit Planen legen Sie einen späteren Zeitpunkt fest.
Ist Bloggen noch zeitgemäß?
Ja, für Fachthemen, die Kunden aktiv suchen. Beiträge, die konkrete Fragen beantworten, werden über Suchmaschinen und AI-Assistenten gefunden. Entscheidend sind Regelmäßigkeit und Themen, die zu Ihrem Angebot passen, nicht die Zahl der Beiträge.
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